Die Schottland-Reportage von Corrado Filipponi begeistert. 5 Monate verbrachte der Schweizer Fotograf im Land der Kilts, Lochs, Pipes und Whiskys. Schottland bereist man nicht nur, man erlebt es mit allen Sinnen. Diese Live-Reportage nimmt Sie mit auf eine visuelle Reise durch ein Land voller Kontraste und unberührter Wildnis. Wenn das raue Atlantikwetter auf die alten Munros der Highlands trifft, durch Täler streift und über geheimnisvollen Lochs liegt, entsteht eine eigene Magie.
Die Reise beginnt im pulsierenden Edinburgh. Die Kamera fängt das majestätische Edinburgh Castle ein, das stolz auf seinem vulkanischen Felsen thront. Es ist Schaustädte des Royal Edinburgh Military Tattoo, dem gefeierten Musikfestival mit Militärbands, Dudelsackspielern und Tänzern. Parallel findet in der Hauptstadt das Fringe statt, das weltweit grösste Kultur- und Strassenkünstlerfestival. Der Fotograf und Filmer taucht mit Ihnen in beides ein, ist hautnah dabei.
Doch das wahre Herz Schottlands offenbart sich abseits der Städte. Der Weg führt uns unaufhaltsam nach Norden, dorthin, wo die Zivilisation leiser wird und die Natur die Regie übernimmt. Filipponi nimmt seine Besucher in die Highlands, wo oft ein Hauch von Nebel liegt, dort wo die Zeit stillzustehen scheint. Dann noch weiter in die Abgeschiedenheit auf die sagenumworbenen Orkneys- und den Shetland-Inseln im weiten Nordatlantik. Gegen Westen zum abgelegenen Aussenposten Europas, den Äusseren Hebriden, eine der Lieblingsecken des Winterthurer Fotografen. Hier wechselt das Licht sekündlich. Ein kurzes Aufblitzen der Sonne verwandelt das tiefe Grün des Meeres in einen leuchtenden Smaragd, nur um im nächsten Moment von dramatischen, fast schwarzen Regenwolken verschlungen zu werden. Es sind genau diese extremen Lichtstimmungen, die Schottland zu einem Paradies für die Fotografie machen.
Auch die Inneren Hebriden werden bereist. Die bizarren Felsformationen des Old Man of Storr auf der Isle of Skye wirken wie die Kulisse eines alten Fantasyfilms. Hier spürt man die Urgewalt des Windes, der unaufhörlich über die Klippen peitscht, während tief unten der Ozean gegen die Felsen brandet. Auf Islay tingelt er durch die zahlreichen Whisky Destillerien und auf Mull geniesst er die stillen Momente.
Die Reportage zeigt nicht nur die gewaltigen Landschaften, sondern auch die vielen persönlichen Begegnungen mit den herzlichen Menschen, die dem Land seine besondere Note geben. Ob im Pub, an Highland-Games, bei den Kilt-Machern oder Tweet-Weberinnen, den Shetland Pony Farmern oder Whiskybrauern, Filipponi knüpft stets an die lokale Bevölkerung an.
Und dann sind da die kleinen Momente: ein einsamer Weg durch die Highlands, das Licht der tief stehenden Sonne über einem Loch oder ein warmer Whisky am Ende eines langen Tages.
Ein Land, das man verlässt, aber irgendwie nie ganz hinter sich lässt. Schottland – wild und stolz.